Path: senator-bedfellow.mit.edu!bloom-beacon.mit.edu!aanews.merit.edu!news.cc.uic.edu!news.uchicago.edu!yellow.newsread.com!netaxs.com!newsread.com!newsfeed00.sul.t-online.de!t-online.de!news-lei1.dfn.de!news-ham1.dfn.de!news.uni-hamburg.de!not-for-mail From: dantefaq@dante.de (DE-TeX-FAQ-Maintainer) Newsgroups: de.comp.text.tex,de.answers,news.answers Subject: TeX, LaTeX, DANTE e.V.: FAQ - Fragen und Antworten (Part 6 of 11) Supersedes: <de-tex-faq-6-1020876881@dante.de> Followup-To: de.comp.text.tex Date: 19 Sep 2003 14:43:17 +0200 Organization: DANTE, Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX e.V. Lines: 1088 Approved: news-answers-request@MIT.EDU Distribution: world Expires: 03 Nov 2003 13:43:13 MET Message-ID: <de-tex-faq-6-1063975393@dante.de> References: <de-tex-faq-1-1063975393@dante.de> Reply-To: dantefaq@dante.de (DE-TeX-FAQ-Maintainer) NNTP-Posting-Host: sun.dante.de Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: rzsun03.rrz.uni-hamburg.de 1063975397 890 134.100.9.52 (19 Sep 2003 12:43:17 GMT) X-Complaints-To: usenet@news.uni-hamburg.de NNTP-Posting-Date: 19 Sep 2003 12:43:17 GMT Summary: This posting contains a list of Frequently Asked Questions (and their answers) about the typesetting system TeX and about DANTE e.V., the german-speaking TeX users group. It is in German and uses the ISO Latin-1 character set. Keywords: FAQ TYPESETTING TeX USERGROUP DANTE Xref: senator-bedfellow.mit.edu de.comp.text.tex:117404 de.answers:9381 news.answers:258270 Posted-By: auto-faq 3.3 (Perl 5.008) Archive-name: de-tex-faq/part6 Posting-Frequency: monthly Copyright-Notice: siehe Abschnitt 1.1/see Section 1.1 URL: http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/ --- DE-TeX-FAQ Beginn Teil 6 --- Fragen und Antworten (FAQ) �ber das Textsatzsystem TeX und DANTE, Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX e.V. Bernd Raichle, Rolf Niepraschk und Thomas Hafner Version 72 vom September 2003 ------------------------------------------------------------------------ 6 TeX, LaTeX, Makros etc. (II) 6.1 Abbildungen und Tafeln 6.1.1 Wieso werden die meisten meiner Abbildungen an das Ende des Kapitels oder Dokuments verschoben? Das optionale Argument der `figure'- oder `table'-Umgebung _schr�nkt_ die Plazierungsm�glichkeiten auf die angegebenen Orte ein. Mit dem optionalen Argument gibt man also _nicht_, wie oft f�lschlich geglaubt und weiterverbreitet wird, die Plazierung f�r weitere Orte an. Deshalb nie Plazierungsangaben nur auf [h] einschr�nken, sondern mindestens einen weiteren Ort mit angeben! Grund: Kann die Abbildung nicht `h'ier plaziert werden, darf sie nirgendwo anders gesetzt werden und wird nach hinten an das Ende des Kapitels bzw. des Dokuments geschoben. Da LaTeX die Reihenfolge der Abbildungen bzw. der Tafeln nicht ver�ndert, werden alle nachfolgenden Abbildungen bzw. Tafeln mit dieser nicht plazierbaren Abbildung oder Tafel nach hinten verschoben. Genau dasselbe kann passieren, wenn die Plazierungsbeschr�nkung mit [p] angegeben wird, das Bild kleiner als \floatpagefraction ist und das n�chste Bild nicht zusammen mit diesem auf eine Seite pa�t. Ebenso bei einer Beschr�nkung auf [t] und einem Bild, das gr��er als \topfraction ist, dto. f�r [b] und \bottomfraction. Tip: Lassen Sie zu Beginn das optionale Argument der `figure'- oder `table'-Umgebung weg - es ist nicht ohne Grund ein _optionales_ Argument dieser Umgebungen! F�gen Sie sp�ter f�r eine Endfassung Ihres Dokuments nur an den Stellen ein optionales Argument mit Plazierungseinschr�nkungen ein, wenn z.B. eine bestimmte Abbildung oder Tafel auf einer eigenen Seite oder auf einer Seite oben erscheinen sollte. Weitere Hinweise finden Sie in * Axel Reichert: ``Gleitobjekte - die richtige Schmierung'' CTAN: info/german/gleitobjekte/ * Axel Reichert: ``Satz von Tabellen'' CTAN: info/german/tabsatz/ * Piet van Oostrum: ``Floats in LaTeX'' http://www.cs.ruu.nl/~piet/floats/ 6.1.2 Wie kann ich die Default-Plazierungseinschr�nkungen �ndern? Ich m�chte meine Abbildungen auch `h'ier plazieren, ohne jedesmal das optionale Argument angeben zu m�ssen. In LaTeX werden diese Angaben, die sogenannten `float placement specifier' f�r die `figure'- und `table'-Umgebungen, in den Makros \fps@figure und \fps@table abgelegt. Durch die Redefinitionen \renewcommand{\fps@figure}{htbp} \renewcommand{\fps@table}{htbp} (diese Zeilen mit \makeatletter ... \makeatother klammern oder in eine sty-Datei schreiben, siehe auch Frage 8.5.1) f�gt man noch die `h'ier-Plazierung hinzu. Die Standard-LaTeX-Klassen setzen die Default-Plazierungen auf `tbp', untersagen also die `h'ier-Plazierung einer Abbildung bzw. Tafel. Dies ist in den meisten F�llen auch sinnvoll, da Abbildungen und Tafeln nur dazu dienen, die Aussagen im Text durch beispielsweise eine anschaulichere Darstellung oder kompakte �bersicht zu unterst�tzen. Die Abbildung oder Tafel ist damit _nicht_ integraler Bestandteil des Textes, sondern ein dem Text noch zus�tzlich zugeordneter Bestandteil des Dokuments. Daher sollten diese den Text nicht unterbrechen, was eine `h'ier-Plazierung zweifellos tun w�rde. Somit ist der Default `tbp' in den meisten F�llen sinnvoll. 6.1.3 Wie mu� ich die `float'-Parameter �ndern, so da� die Abbildungen und Tafeln g�nstiger innerhalb eines Abschnitts verteilt werden? Der Plazierungsalgorithmus von LaTeX erledigt diese Aufgabe eigentlich sehr gut, wenn man einmal selbst durchzuspielen versucht, wohin man selbst unter den gegebenen Bedingungen und Wechselwirkungen eine Abbildung oder eine Tafel hinsetzen bzw. schieben w�rde. Ist man mit dem Ergebnis dennoch nicht ganz zufrieden, kann man einmal folgendes probieren: Zuerst sollte man die Plazierungsbeschr�nkungen an allen `figure'- und `table'-Umgebungen entfernen. Anschlie�end kann man die Parameter des Plazierungsalgorithmus �ndern: Eine oder mehrere Abbildungen kommen erst auf eine eigene Seite, eine sogenannte `float page', wenn diese mindestens 60% der Seite einnehmen. Damit gibt es weniger `float pages', die nur halbvoll sind. Empfehlenswert ist ein Wert zwischen 50% und 80%, je nachdem wie viele Abbildungen existieren, wie gro� und wie unterschiedlich gro� diese Abbildungen sind. \renewcommand{\floatpagefraction}{.6}% vorher: .5 Von einer Seite mu� neben den Abbildungen, die `h'ere, `t'op und `b'ottom plaziert werden, noch mindestens 15% Text erscheinen. Diesen Wert sollte man nicht zu klein w�hlen, um nicht nur Seiten zu erzeugen, bei denen man den Text suchen mu�. Bei vielen Bildern lieber den Wert von \floatpagefraction kleiner w�hlen. Empfehlenswert ist ein Wert zwischen 10% und 30%. \renewcommand{\textfraction}{.15} % vorher: .2 Maximaler Anteil der Seite, die f�r Abbildungen, die `t'op bzw. `b'ottom plaziert werden, verwendet werden darf. Diese Werte sollte man nicht zu gro� w�hlen, bei vielen Abbildungen lieber den Wert von \floatpagefraction kleiner w�hlen. Insbesondere \bottomfraction sollte man klein halten, da Abbildungen gew�hnlich auf einer Seite oben vermutet werden. Empfehlenswert sind Werte zwischen 50% und 85% f�r \topfraction und 20% bis 50% f�r \bottomfraction. Einer dieser beiden Werte sollte stets gr��er als \floatpagefraction sein! (\topfraction sollte nie auf 1.0, \textfraction nie auf 0.0 gesetzt werden!) \renewcommand{\topfraction}{.8} % vorher: .7 \renewcommand{\bottomfraction}{.5} % vorher: .3 Maximale Anzahl der Abbildungen und Tafeln, die auf einer Seite `t'op bzw. `b'ottom bzw. insgesamt auf der Seite plaziert werden. Hat man viele kleine Abbildungen sollte man diese Werte erh�hen. Will man Abbildungen m�glichst auf eine `float page' setzen, sollte man `topnumber' und `bottomnumber' auf 0 setzen und \floatpagefraction bis auf 0.01 erniedrigen. \setcounter{topnumber}{3} % vorher: 2 \setcounter{bottomnumber}{1} % vorher: 1 \setcounter{totalnumber}{5} % vorher: 3 Im zweispaltigen Textsatz k�nnen Abbildungen und Tafeln nur oben auf der Seite plaziert werden, so da� es hierf�r nur zwei weitere Parameter gibt, die den Parametern \floatpagefraction und \topfraction f�r einspaltigen Satz entsprechen. Werden Abbildungen oben plaziert, so k�nnen Abbildungen und Tafeln �ber beide Spalten maximal \dbltopfraction Platz einnehmen. Schlie�lich gibt \dblfloatpagefraction eine Untergrenze an, ab der erst eine eigene `float page' probiert wird. \renewcommand{\dbltopfraction}{.8} % vorher: .7 \renewcommand{\dblfloatpagefraction}{.6}% vorher: .5 Nachdem man mit den ge�nderten Plazierungsparametern ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt hat, kann man durch gezielten Einsatz des optionalen Arguments der `figure'- bzw. `table'-Umgebung einzelne ung�nstig plazierte Abbildungen und Tafeln entsprechend verschieben. Hierbei sollte man nur die nicht erw�nschte Plazierung entfernen, also z.B. [bp] angeben, falls eine `t'op-Plazierung ung�nstig ist. Die Bedeutung dieser Parameter wird anschaulich in bildlicher Form in dem Artikel `The layouts package: User manual' (`layman') von Peter R. Wilson beschrieben. Die f�r die verwendete Dokumentenklasse geltenden Werte k�nnen mit dem zugeh�rigen LaTeX-Paket `layouts' angezeigt und einfach testweise ge�ndert werden. `layouts' zeigt dar�berhinaus auch viele weitere f�r das Layout eines Dokumentes wichtigen Parameter an. layouts: CTAN: macros/latex/contrib/layouts layman: CTAN: macros/latex/contrib/layouts/layman.tex 6.1.4 Wie kann ich die Fehlermeldung `! LaTeX Error: Too many unprocessed floats.' vermeiden? LaTeX reserviert f�r alle `floats', also die Flie�umgebungen `figure'- und `table'-Umgebungen, eines Dokuments 18 sogenannte Insertion-Registertupel. Wenn eine Flie�umgebung nicht sofort auf eine Seite plaziert werden kann, wird es in eines dieser Register zwischengespeichert. M�ssen mehr als 18 Flie�umgebungen zwischengespeichert werde, erh�lt man diese Fehlermeldung. Es gibt vier M�glichkeiten, wieso dies geschieht: 1. Meist stehen die optionalen Argumente der `figure'- oder `table'-Umgebung im Widerspruch zu den Plazierungsparametern oder letztere sind zu restriktiv eingestellt. Beispielsweise kann eine `figure', die h�her als der Parameter \topfraction ist und aufgrund des optionalen Arguments [t] nur oben plaziert werden darf, nicht auf eine Seite gesetzt werden. Aus diesem Grund sollte man den optionalen Parameter _nicht_ setzen und wenn, dann _alle_ au�er den nicht gew�nschten Plazierungsorte angeben. 2. Werden die Parameter \...fraction ung�nstig gesetzt, so kann es ebenfalls sein, dass einige Flie�umgebungen nicht auf eine Seite gesetzt werden k�nnen. N�heres findet sich in Frage 6.1.1 und in Keith Reckdahls Artikel `Using Imported Graphics in LaTeX2e' (epslatex). 3. In einigen wenigen F�llen, wo sehr viele Flie�umgebungen und viele mit \marginpar eingef�gte Marginalen, die die gleichen Register teilen, verwendet werden, sind mehr als 18 Register notwendig. Hier kann das Paket `morefloats' weiterhelfen, dass deren Zahl auf 36 erh�ht. Leider hat man dadurch 18 Savebox-, Z�hler-, L�ngen- und Glue-Register weniger, so da� man jetzt evtl. auf den Fehler `No room for a new ...' st��t. 4. Bestehen Textteile nur aus Flie�umgebungen ohne oder mit nur wenig Text, versagt LaTeX Plazierungsalgorithmus, da hier nichts ist, in denen sie ``flie�en'' k�nnen. In diesen F�llen gibt es folgende Abhilfen: 1. Schreiben Sie mehr erl�uternden Text oder verteilen Sie die Flie�umgebungen besser im existierenden Text. 2. F�gen Sie die Anweisung \clearpage zwischen einige Flie�umgebungen, um LaTeX zu zwingen, alle gespeicherten Flie�umgebungen auf eigene Seiten zu setzen. Diese L�sung ist mit Arbeit verbunden, da meist mehrere Versuche notwendig sind, um nur wenig gef�llte Seiten zu vermeiden und diese bei �nderungen wiederholt werden m�ssen. \afterpage{\clearpage} ist etwas besser, aber auch hier mu� man manuell nacharbeiten, um nur teilgef�llte Seiten zu vermeiden. 3. Wenn kein Text vorhanden ist, in der die Flie�umgebungen flie�en k�nnen, so sollte man besser nicht-flie�ende Umgebungen verwenden. epslatex: CTAN: info/epslatex.ps CTAN: info/epslatex.pdf morefloats: CTAN: macros/latex/contrib/misc/morefloats.sty 6.1.5 Wie kann ich es erreichen, da� zwei Abbildungen nicht auf verschiedenen Seiten, sondern m�glichst direkt untereinander plaziert werden? In eine einzige `figure'- bzw. `table'-Umgebung k�nnen auch mehrere Abbildungen oder Tafeln gesetzt und mit eigenen Unterschriften versehen werden: \begin{figure} erstes Bild \caption{erstes Bild} \vspace{\floatsep} % zusaetzlicher Abstand zwischen zwei `floats' zweites Bild \caption{zweites Bild} \end{figure} Alle Abbildungen oder Tafeln einer Umgebung werden dann nicht mehr getrennt. Aus diesem Grund sollte man auch darauf achten, da� eine `figure'- oder `table'-Umgebung durch zu viele Abbildungen und Tafeln nicht zu hoch wird. 6.1.6 Wie kann ich in einer Abbildung zwei Bilder nebeneinander setzen? Man kann zum Beispiel zwei `minipage'-Umgebungen verwenden, wobei man dann auch mit deren optionalem Argument die Ausrichtung der beiden Bilder angeben kann: \begin{figure} \begin{minipage}[b]{.4\linewidth} % [b] => Ausrichtung an \caption Bild links \caption{Bildunterschrift links} \end{minipage} \hspace{.1\linewidth}% Abstand zwischen Bilder \begin{minipage}[b]{.4\linewidth} % [b] => Ausrichtung an \caption Bild rechts \caption{Bildunterschrift rechts} \end{minipage} \end{figure} Ein sehr viel bequemerer Weg, um mehrere zusammengeh�rende Abbildungen oder Tafeln in einer Float-Umgebung zu setzen, bietet das Paket `subfigure'. Hierzu stellt das Paket die Anweisungen \subfigure und \subtable zur Verf�gung. Die Formatierung der Einzelabbildungen l��t sich sehr leicht anpassen. subfigure: CTAN: macros/latex/contrib/subfigure/ 6.1.7 Wie kann ich eine Abbildung (`figure') und eine Tafel (`table') nebeneinander setzen? Verwendet man statt der Anweisung \caption die im Paket `capt-of' definierte Anweisung \captionof, so ist es m�glich, eine eigentlich zu einer anderen Flie�umgebung geh�rige Beschriftung zu erreichen. Wie hier gezeigt \usepackage{capt-of} ... \begin{figure} \begin{minipage}{.5\linewidth} Abbildung \caption{Abbildung} \end{minipage}% \begin{minipage}{.5\linewidth} Tafel \captionof{table}{Tafel} % auch: \captionof{table}[Eintrag im Verzeichnis]{Tafel} \end{minipage} \end{figure} kann man eine Abbildung und eine Tafel nebeneinander setzen, wobei die Unterschriften auch in das jeweilige Verzeichnis gelangen. Die Anweisung \captionof ist auch geeignet, um nichtgleitende Abbildungen mit einer Bildunterschrift zu versehen. capt-of: CTAN: macros/latex/contrib/misc/capt-of.sty 6.1.8 Wie kann ich mehrere zusammengeh�rige Abbildungen bzw. Tafeln entsprechend mit 1a, 1b etc. numerieren? Das Paket `subfigure' bietet die Anweisungen \subfigure und \subtable an, mit der man dies innerhalb der gewohnten `figure'- oder `table'-Umgebung erreichen kann. subfigure: CTAN: macros/latex/contrib/subfigure/ 6.1.9 Gibt es bei der Option `twocolumn' die M�glichkeit, Abbildungen (`figure') und Tafeln (`table') �ber beide Spalten, also die gesamte Textbreite einer Seite zu setzen? Statt `figure'- die `figure*'-, statt `table'- die `table*'-Umgebung verwenden. 6.1.10 Wieso bekomme ich Fehlermeldungen, wenn ich eine `figure'-Umgebung in andere Umgebungen oder Anweisungen einf�ge? Eine `figure'- oder `table'-Umgebung ist ein sogenannter `float', d.h. der Inhalt ``flie�t'' an eine andere Stelle. Deshalb darf diese Umgebung nicht innerhalb einer anderen, wie `minipage', \parbox o.�. verwendet werden. Die Eingabe \begin{minipage}{5cm} %% FALSCH! \begin{figure} Bild \caption{text} \end{figure} \end{minipage} ist daher falsch und erzeugt den in der Frage genannten Fehler. Korrekt und auch logisch einsichtiger ist es, wenn man den Inhalt der `figure'-Umgebung in eine `minipage' packt, also diese _in_ die `figure'-Umgebung setzt: \begin{figure} \begin{minipage}{5cm} %% KORREKT! Bild \caption{text} \end{minipage} \end{figure} 6.1.11 Wie kann ich das Layout der Bildunterschriften (\caption) ver�ndern? LaTeX verwendet die interne Anweisung \@makecaption{Bild Nr}{Text}, um die Bildunterschrift inkl. Bildnummer zu setzen. Indem man diese Anweisung ver�ndert, die in der Dokumentklasse definiert wird, kann man das Layout �ndern. Will man nur die Bildnummer (z.B. ``Abbildung 1'') �ndern, so reicht es oftmals aus, die interne Anweisung \fnum@figure bzw. f�r Tafeln \fnum@table entsprechend umzudefinieren. Zur Vereinfachung gibt es einige leicht zu verwendende Pakete: `caption' bzw. `caption2' haben viele Optionen; diese Pakete erm�glichen die Variation der Schriftart und -gr��e und des Layouts (zentriert, �berh�ngend, Absatz mit Einr�ckung usw.). Beispiel: \usepackage[bf]{caption2} \renewcommand{\captionfont}{\small\itshape} f�r einen etwas kleineren und kursiv gesetzten Unterschriftentext, wobei die Bildnummer weiterhin fett gesetzt wird. Um die Benennung zu �ndern, wenn man also statt ``Abbildung'' beispielsweise ``Abb.'' verwenden m�chte, erreicht man dies durch \renewcommand{\figurename}{Abb.} Im Falle einer Tafel mu� analog dazu \tablename umdefiniert werden. (Achtung: Bitte weitere Hinweise in Frage Frage 8.5.9 beachten!) Wollen Sie die Z�hlweise der Abbildungs- bzw. Tabellennumerierung �ndern, so beachten Sie auch Frage Frage 8.5.2. Speziellere L�sungen existieren nat�rlich auch oder sind teilweise in einigen Dokumentklassen enthalten. So enthalten die NTG-und KOMA-Script-Klassen beispielsweise Anweisungen, um alle Fonts (Sections, Captions, Running Heads) zu ver�ndern. epslatex: CTAN: info/epslatex.ps CTAN: info/epslatex.pdf caption/caption2: CTAN: macros/latex/contrib/caption NTG-Klassen: CTAN: macros/latex/contrib/ntgclass KOMA-Script: CTAN: macros/latex/contrib/koma-script/ hangcaption: CTAN: macros/latex209/contrib/misc/hangcaption.sty isucaption: CTAN: macros/latex209/contrib/misc/isucaption.sty 6.1.12 Wie kann ich die Unterschriften (\caption) neben eine Abbildung oder eine Tafel setzen? Zu diesem Zweck ist das Paket `sidecap' gedacht. sidecap: CTAN: macros/latex/contrib/sidecap 6.1.13 Wie kann ich Abbildungen oder Tafeln, die nicht innerhalb einer `figure'- oder `table'-Umgebung stehen, dennoch mit einer Bildunterschrift (Legende) versehen? Keith Reckdahls Artikel `Using Imported Graphics in LaTeX2e' (epslatex) enth�lt die Beschreibung eines entsprechenden Tricks. Das Paket `capt-of' (siehe auch Frage 6.1.7) implementiert diesen und stellt eine entsprechende Anweisungen zum Satz von Legenden f�r nicht-gleitende Abbildungen zur Verf�gung. capt-of: CTAN: macros/latex/contrib/misc/capt-of.sty 6.1.14 Wie kann man neue Typen von Gleitumgebungen (`floats') z.B. f�r weitere Arten von Tafeln oder Programm-Code erzeugen? Prinzipiell mu� man f�r einen neuen Typ von Gleitumgebung einige Makros definieren. Beispielsweise sind f�r die zu definierenden Umgebungen `faqtable' und `faqtable*' die folgenden Anweisungen (in eine .sty-Datei schreiben, da interne Anweisungen!) notwendig, \newcounter{faqtable}[section] %\renewcommand{\thefaqtable}{\thesection.\arabic{table}} %% \thefaqtable wird bereits durch \newcounter definiert \renewcommand{\fps@faqtable}{tp} % nicht `h' bzw. `b' \renewcommand{\ftype@faqtable}{4} % type is a power of two! \renewcommand{\ext@faqtable}{lot} % Endung der Hilfsdatei \renewcommand{\fnum@faqtable}{FAQ-Tabelle~\thefaqtable} \newenvironment{faqtable}{\@float{faqtable}}{\end@float} \newenvironment{faqtable*}{\@dblfloat{faqtable}}{\end@dblfloat} wobei damit noch keine Anpassungen des Inhaltsverzeichnisses, ein eigenes Inhaltsverzeichnis oder sonstige Anpassungen des Layouts durchgef�hrt sind. Mehr Informationen dazu findet man im Buch `Der LaTeX-Begleiter' (siehe Frage 2.4.1). Sehr viel einfacher geht dies mit dem Paket `float', mit dem z.B. obiges auch der normale LaTeX-Benutzer mit der simplen Anweisung \newfloat{faqtable}{tp}{lot}[section] definieren kann. Daneben sind auch schon einige `float'-Layouts vordefiniert und k�nnen ebenso einfach verwendet werden. float: CTAN: macros/latex/contrib/float 6.1.15 Abbildungen und Tafeln sollen _immer_ nach dem ersten Verweis auf sie gesetzt werden. Wie? Es ist m�glich, da� LaTeX sie vor der Abschnitts�berschrift plaziert. Wie unterbinde ich das? Mit dem LaTeX-Paket `flafter', das Bestandteil jeder LaTeX-Verteilung ist, werden Abbildungen und Tafeln nie vor dem Text plaziert, in dem sie im Dokument angegeben werden. Damit LaTeX sie also nie vor dem ersten Verweis plaziert, schiebt man die entsprechende `figure'- bzw. `table'-Umgebung einfach hinter die erste \ref- bzw. \pageref-Anweisung. flafter: CTAN: macros/latex/base/ CTAN: macros/latex/unpacked/ 6.1.16 Gibt es eine einfache M�glichkeit, eine Abbildung oder Tafel innerhalb des normalen Textes zu setzen, sie also mit dem normalen Text umflie�en zu lassen? Hierf�r gibt es mittlerweile eine gro�e Anzahl von Paketen mit unterschiedlichen Beschr�nkungen und Vor- und Nachteilen, die Piet van Oostrum in einer Liste, die er unregelm��ig nach `comp.text.tex' postet, aufz�hlt: `flow', `floatflt' (f�r LaTeX2e, Vorg�nger `floatfig' ist f�r LaTeX 2.09), `picinpar' (veraltet), `picins', `window', `wrapfig'. Empfohlen werden: `picins' (funktioniert auch in Listen-Umgebungen), `floatflt' und `wrapfig' (unterst�tzen neben `figure'- auch `table'-Umgebungen), da diese am meisten k�nnen und die wenigsten Fehler aufweisen. picins: CTAN: macros/latex209/contrib/picins floatflt: CTAN: macros/latex/contrib/floatflt wrapfig: CTAN: macros/latex/contrib/wrapfig/ 6.1.17 Wieso erhalte ich bei einigen Abbildungen falsche Querverweise, obwohl ich doch die \label-Anweisung innerhalb der `figure'-Umgebung verwendet habe? Die \label-Anweisung mu� _nach_ der Anweisung folgen, die f�r die Numerierung und damit auch f�r die `Verankerung' des Verweises sorgt. Solche Verankerungsanweisungen sind z.B. \section oder \caption, die `figure'-Umgebung dagegen ist keine. Daher mu� das \label _nach_ der entsprechenden \caption folgen: \begin{figure} ... Abbildung ... \caption{Dies ist eine Abbildung} \label{fig:beispielabbildung} \end{figure} 6.1.18 Wie kann ich erreichen, da� Abbildungen oder Tafeln, die alleine auf einer sonst leeren Seite plaziert werden, b�ndig mit der Seitenoberkante statt vertikal zentriert erscheinen? F�r die Zentrierung von Float-Objekten sind die internen L�ngenparameter \@fptop, \@fpsep und \@fpbot verantwortlich. Um die vertikale Zentrierung aufzuheben, ist daher \@fptop im Dokumentkopf oder in einer eigenen Paketdatei auf eine unflexible L�nge zu setzen: \setlength{\@fptop}{0pt} (Bitte beachten, da� \@fptop ein interner Parameter ist und au�erhalb einer Paketdatei mit \makeatletter/\makeatother geklammert werden mu�.) Diese �nderung gilt dann f�r _alle_ Float-Objekte, also sowohl Abbildungen als auch Tafeln. 6.2 Tabellen 6.2.1 Wie kann ich erreichen, da� sich eine Tabelle �ber mehrere Seiten erstreckt? Zu diesem Zweck gibt es die beiden Pakete `longtable' und `supertabular' sowie `ltxtable', welches die M�glichkeiten von `longtable' und `tabularx' in sich vereinigt. `longtable' benutzt auf jeder Seite die gleiche Spaltenbreite, w�hrend `supertabular' auf jeder Seite die Spaltenbreite neu berechnet. `supertabular' funktioniert im Gegensatz zu `longtable' auch mit der Klassenoption `twocolumn'. `tabularx' ist nicht direkt f�r mehrseitige Tabellen gedacht, sondern zum Austreiben einer Tabelle auf eine bestimmte Breite. Eine mehrseitige Tabelle kann mit `ltxtable' auf eine bestimme Breite ausgetrieben werden, wof�r auch die Pakete `longtable' und `tabularx' erforderlich sind. longtable: CTAN: macros/latex/required/tools/ tabularx: CTAN: macros/latex/required/tools/ supertabular: CTAN: macros/latex/contrib/supertabular ltxtable: CTAN: macros/latex/contrib/carlisle 6.2.2 Wie kann ich einzelne Felder oder gr��ere Bereiche einer Tabelle farbig oder grau hinterlegen? Zu diesem Zweck gibt es die beiden Pakete `colortbl' und `colortab'. N�here Hinweise sind den beiliegenden Dokumentationen oder dem Buch ``The LaTeX Graphics Companion'' (siehe Frage 2.4.1) zu entnehmen. colortbl: CTAN: macros/latex/contrib/carlisle colortab: CTAN: macros/generic/colortab/ 6.2.3 Wie kann ich erreichen, da� sich eine Tabelle �ber die gesamte Spalten- bzw. Textbreite (oder �ber eine andere vorgegebene Breite) erstreckt? Zu diesem Zweck gibt es das Paket `tabularx' sowie `ltxtable', welches die M�glichkeiten von `longtable' und `tabularx' in sich vereinigt. `tabularx' erm�glicht das Austreiben einer Tabelle auf eine bestimmte Breite. Hierzu wird ein neuer Spaltentyp `X' definiert, der sich wie eine `p'-Spalte verh�lt, ohne da� man jedoch die Breite explizit angeben mu�. Stattdessen wird von `tabularx' die f�r alle `X'-Spalten zur Verf�gung stehende Gesamtbreite berechnet und jeder `X'-Spalte ein entsprechender Bruchteil davon zugewiesen. Eine mehrseitige Tabelle kann mit `ltxtable' auf eine bestimme Breite ausgetrieben werden, wof�r auch die Pakete `longtable' und `tabularx' erforderlich sind. tabularx: CTAN: macros/latex/required/tools/ ltxtable: CTAN: macros/latex/contrib/carlisle 6.2.4 Wie kann ich erreichen, da� Zahlen in einer Tabelle am Dezimaltrennzeichen ausgerichtet werden? Die LaTeX-Pakete `dcolumn' und `rccol' (erfordert `fltpoint') sind dazu geeignet. Letzteres gestattet auch das Runden der Zahlen. dcolumn: CTAN: macros/latex/required/tools/ rccol: CTAN: macros/latex/contrib/rccol/ 6.2.5 Wie kann ich in einer tabular-Umgebung eine Spalte speziell setzen, ohne dies in jedem Eintrag zu wiederholen? Das Paket `array' erweitert die Umgebungen `array' und `tabular' um weitere Deklarationen, wie >, <, !, m oder p, in der Tabellenpr�ambel. So wird bei ``>{text}'' der Teil ``text'' direkt vor die folgende Spalte eingef�gt, so da� beispielsweise nach \begin{tabular}{c>{\scshape}cc} die zweite der drei Spalten in Kapit�lchen gesetzt wird. array: CTAN: macros/latex/required/ 6.2.6 Wieso kann ich in einer tabular-Umgebung die letzte Spalte nicht mit \raggedright linksb�ndig setzen? \raggedright definiert die Anweisung \\ um, die in den Umgebungen `tabular' und `array' zur Markierung des Zeilenendes benutzt wird. In LaTeX2e und den Paketen `array' und `longtable' existiert daher seit Dezember 1994 die neue Anweisung \tabularnewline, die man f�r diesen Zweck anstelle von \\ verwenden kann. F�r andere Pakete und �ltere Versionen kann man auch folgenden Trick aus dem Buch `Der LaTeX-Begleiter' (siehe Abschnitt 2.4.1) anwenden: \newcommand{\PreserveBackslash}[1]{% \let\temp=\\#1\let\\=\temp} Statt einem einfachen \raggedright verwendet man in einer Tabelle dann \PreserveBackslash{\raggedright}. Ebenfalls n�tzlich ist in diesem Zusammenhang die folgende Zeile \usepackage[NewCommands]{ragged2e} zu Beginn des Dokuments. Damit wird eine bessere Trennung innerhalb eines mittels \raggedright linksb�ndig mit rechtem Flatterrand gesetzten Absatzes bewirkt. ragged2e: CTAN: macros/latex/contrib/ms/ 6.2.7 Wie erreiche ich, da� mit `tabular' erstellte Tabellen b�ndig mit dem linken Rand gesetzt werden? Zwischen den Spalten einer `tabular', aber auch links von der ersten und rechts von der letzten Spalte, wird �blicherweise ein Zwischenraum der Breite \tabcolsep eingef�gt. Um diesen zu unterdr�cken, mu� man in die Tabellenpr�ambel die Anweisung ``@{}'' einf�gen, also beispielsweise \begin{tabular}{@{}ll@{}} ... % ^^^ ^^^ \end{tabular} Die Anweisung ``@{text}'' sorgt daf�r, da� ``text'' _statt_ eines Spaltenzwischenraums eingef�gt wird. ``@{}'' unterdr�ckt also, da� zwischen zwei Spalten Zwischenraum eingef�gt wird. Daran sollte man auch bei \multicolumn-Anweisungen denken, die sich �ber die erste bzw. letzte Spalte etwa einer dreispaltigen Tabelle erstrecken: \multicolumn{2}{@{}l}{Spalten 1 und 2} & bla \\ bzw. bla & \multicolumn{2}{l@{}}{Spalten 2 und 3} \\ 6.3 Fu�noten, Endnoten etc. (*) 6.3.1 Die Fu�noten sollen gesammelt am Ende des Kapitels erscheinen. endnotes: CTAN: macros/latex/contrib/misc/endnotes.sty 6.3.2 Ich m�chte meine Fu�noten auf jeder Seite neu beginnend durchz�hlen, d.h. auf jeder Seite soll mit `1' begonnen werden. footnpag: CTAN: macros/latex/contrib/footnpag 6.3.3 Ich m�chte den maximal von den Fu�noten eingenommenen Platz auf 10 Zeilen beschr�nken. Wie? Das L�ngenregister \dimen\footins gibt die maximale H�he der Box mit den Fu�noten f�r eine Seite an. Nach \setlength{\dimen\footins}{10\baselineskip} wird dieser Platz von normalerweise 8 Inch (ca. 20,5 cm) auf ca. 10 Zeilen beschr�nkt. 6.3.4 Wie erreiche ich eine andere Formatierung der Fu�noten? Mit dem Paket `footmisc' von Robin Fairbairns (hatte bis Januar 1998 noch den Namen `footnote') kann man sehr einfach einige andere Formatierungen ausw�hlen. Ansonsten findet man im Buch `Der LaTeX-Begleiter' n�here Informationen. footmisc: CTAN: macros/latex/contrib/footmisc/ 6.3.5 Wie erhalte ich eine Fu�note innerhalb einer `figure' oder `table'? Es erscheint zwar eine Markierung, aber kein Fu�notentext. (*) In Gleitumgebungen funktionieren keine Fu�noten, da diese mitgleiten m��ten, was ohne sehr viel Aufwand nicht m�glich ist. Abhilfe kann man dadurch schaffen, da� man Fu�noten innerhalb einer \caption vermeidet und den Fu�notentext in die Unterschrift mit einbindet. Ansonsten kann man die Abbildung oder Tafel in eine `minipage'-Umgebung einklammern, so da� der Fu�notentext mit in die Gleitumgebung gesetzt wird und somit mitgleiten kann. Die dann meist st�rende Abgrenzungslinie kann man mit \renewcommand{\footnoterule}{} innerhalb der `minipage'-Umgebung vermeiden. \begin{figure} \begin{minipage}{\linewidth} \renewcommand{\footnoterule}{} ... Abbildung mit \footnote{...} ... \end{minipage} \caption{ ... } \end{figure} Eine weitere M�glichkeit bietet das Paket `threeparttable': \begin{figure} \begin{threeparttable} Abbildung oder Tabelle mit Fu"snote\tnote{1} \medskip \begin{tablenotes}\footnotesize \item[1] Wichtiger Fu"snotentext... \end{tablenotes} \end{threeparttable} \caption{ ... } \end{figure} threeparttable: CTAN: macros/latex/contrib/misc/threeparttable.sty 6.3.6 Wie kann ich Fu�noten in mehreren Gruppen getrennt voneinander auf einer Seite erscheinen lassen? Das Paket `manyfoot' erlaubt die Deklaration zus�tzlicher Fu�notenebenen, die zudem noch auf zwei Arten gesetzt werden k�nnen. manyfoot: CTAN: macros/latex/contrib/ncctools/ 6.3.7 Wie erreiche ich, da� meine Fu�noten nicht am Text ``h�ngen'' sondern unten auf der Seite gesetzt werden? Das Paket `footmisc' bietet mit der Option `bottom' einen Weg, wenn durch die Deklaration \raggedbottom die Seitenh�he flattert. In diesem Fall setzt LaTeX die Fu�note mit etwas vertikalen Abstand (\skip\footins) an den Text, so da� die Fu�noten ebenso mitflattern. Fu�noten werden normalerweise am Fu�e des Flie�textes und nicht der Seite gesetzt, also _oberhalb_ einer eventuell vorhandenen unten plazierten Flie�umgebung. Mit dem Paket `stfloats' werden die Fu�noten an die Unterkante des Satzspiegels verschoben. footmisc: CTAN: macros/latex/contrib/footmisc/ stfloats: CTAN: macros/latex/contrib/sttools/ 6.3.8 Wie kann ich eine Fu�note in einer Kapitel- oder Abschnitts�berschrift setzen? Wie in Frage 7.4.2 erl�utert, m�ssen zerbrechliche Anweisungen wie \footnote in einem `moving argument' mit \protect gesch�tzt werden, also beispielsweise \section{Titel des Abschnitts\protect\footnote{Fasse dich kurz!}} Bei Fu�noten ist dies jedoch nicht sinnvoll, da diese dann auch im Inhaltsverzeichnis und im lebenden Kolumnentitel auftauchen w�rde. Hier ist es besser, das optionale Argument der �berschriftsanweisungen zu verwenden: \section[Titel des Abschnitts]% {Titel des Abschnitts\footnote{Fasse dich kurz!}} 6.4 Grafiken, Bilder, Farbe und andere Effekte (*) 6.4.1 Wie kann ich Grafiken in mein (La)TeX-Dokument einf�gen? (*) Die LaTeX-Pakete `graphics' bzw. `graphicx' definieren die Anweisung \includegraphics, welche einen einfachen Weg darstellt, die Einbindung von Grafiken in ein LaTeX-Dokument in einer weitgehend systemunabh�ngigen Syntax vorzunehmen. Die fr�her f�r denselben Zweck verwendeten Anweisungen \psfig, \epsfig, \epsfbox usw. (enthalten in den Paketen `psfig', `epsf' und `epsfig') sollten nicht mehr verwendet werden, da sie teilweise fehlerhaft sind, nur f�r ausgew�hlte Treiber funktionieren und auch nicht weiterentwickelt werden. Neben \includegraphics werden weitere n�tzliche Befehle zum Skalieren und Rotieren definiert. Die Gr��e der Grafik, die von LaTeX ben�tigt wird, um entsprechend Platz f�r die Grafik zu lassen, wird bei Encapsulated-PostScript-(EPS-)Dateien direkt aus dem `BoundingBox'-Kommentar in der EPS-Datei gelesen. Bei anderen, insbesondere bei bin�r vorliegenden Grafikformaten wie `gif' oder `pcx' kann die Gr��e in einer begleitenden Textdatei bzw. im optionalen Argument der Anweisung \includegraphics angegeben werden. Mit dem Paketparameter `draft' des Paketes `graphics' kann man LaTeX veranlassen, in die dvi-Datei nur einen Rahmen in der Gr��e der Grafik statt des Verweises auf die Grafikdatei einzuf�gen, was das Betrachten beschleunigt und zum Korrekturlesen manchmal hilfreich ist. Die Grafikinformation kann bei EPS-Dateien sowohl als Vektoren als auch in Form von Angaben zur Position der einzelnen Grapkikpunkte (Pixelgrafik) enthalten sein. Wenn m�glich, sollte man immer Vektorgrafiken bevorzugen, da sie ohne Qualit�tsverluste skaliert werden k�nnen. Ist man, wie bei gescannten Bildern, auf Pixelgrafiken angewiesen, so sollte man zur Vermeidung von Qualit�tsverlusten darauf achten, da� die Aufl�sung der Grafik derjenigen des Druckers entspricht. Man bedenke auch, da� Graut�ne nur mit besser aufl�senden Ausgabeger�ten (mind. 600dpi, besser mehr) gut wiedergegeben werden. Um vorhandene Pixelgrafiken nach EPS zu wandeln, kann man die Exportfunktion etlicher Grafikprogramme nutzen. Es gibt dar�berhinaus die beiden Programme `jpeg2ps' und `tiff2ps', die sehr kompakte EPS-Dateien erzeugen. Sie erfordern Ausgabeger�te, die `PostScript Level 2' beherrschen, wie beispielsweise alle modernen PS-Drucker und neue Ghostscript-Versionen. Alternativ kann man zur Konvertierung von JPEG nach EPS auch `imgtops2' verwenden, das in der EPS-Ausgabe DCT-Kompression nutzt und so sehr kompakte EPS-Dateien erzeugt. Zur Konvertierung von Pixelgrafiken, die im Format PNG, aber auch TIFF, JPEG und Netpbm vorliegen, in EPS f�r Ger�te mit PostScript Level 1, 2 oder 3, gibt es das Programm `bmeps', f�r TIFF auch `tif2eps', das Ghostscript voraussetzt. Ein weiteres Programm, welches eine Vielzahl von Grafikformaten konvertieren kann, ist `convert', das Bestandteil der Programmsammlung `ImageMagick' ist. Es steht ebenfalls f�r viele Betriebssysteme zur Verf�gung. Da die meisten dvi-Preview-Programme enthaltene EPS-Grafiken nicht darstellen k�nnen, empfiehlt es sich, die dvi-Datei nach PostScript zu wandeln und dann ein PostScript-Preview-Programm (`gv', `gsview', `ghostview', `Ghostscript' etc.) zu verwenden. Sehr ausf�hrliche und gut verst�ndliche Hinweise zu diesem Thema enth�lt Keith Reckdahls Artikel `Using Imported Graphics in LaTeX2e' (epslatex) und das Buch `The LaTeX Graphics Companion' von Michel Goossens u.a. sowie `TeX/LaTeX und Graphik, ein �berblick �ber die Verfahren' von Friedhelm Sowa (siehe Abschnitte 2.4.1 und 2.4.2). graphics/graphicx: CTAN: macros/latex/required/graphics/ graphicx CTAN: macros/plain/graphics/ (Plain-TeX): epslatex (Keith CTAN: info/epslatex.ps Reckdahl): CTAN: info/epslatex.pdf Graphics and Colour with LaTeX (Patrick http://www.linmpi.mpg.de/~daly/latex/grf.htm W. Daly): LaTeX2e und Grafik (Sebastian http://www.loh-fi.de/howto/latex.htm Lohmeier): jpeg2ps: http://www.pdflib.com/jpeg2ps/ CTAN: nonfree/support/jpeg2ps/ imgtops2: http://www.cs.washington.edu/homes/dougz/postscript/imgtops2/ tiff2ps: CTAN: graphics/tiff/ tif2eps: CTAN: support/pstools/tif2eps/ bmeps: CTAN: support/bmeps/ gif2eps: http://www.zib.de/Visual/software/ ImageMagick: http://www.imagemagick.org/ 6.4.2 Wie kann ich erreichen, da� anstelle der Grafiken nur leerer Platz in der Gr��e der Grafiken im LaTeX-Dokument erscheint? Mit der Option `draft' der Pakete `graphics' bzw. `graphicx' \usepackage[draft]{graphicx} erreicht man, da� statt der Grafiken nur ein Rahmen in Gr��e der Grafik gezeichnet wird. Zus�tzlich wird der Name der einzuf�genden Datei in diesen Rahmen geschrieben. Tip: Verwendet man die Option `draft' in der Klassendeklaration, so gilt diese auch f�r das Paket `graphicx'. Diese globale Option kann jedoch mit der Paketoption `final' wieder �berschrieben werden. Will man weder Rahmen noch Dateinamen erhalten, so kann man das Paket `crop' in der folgenden Weise nutzen: \usepackage[nographics]{crop}[2001/10/07] Den gegenteiligen Effekt erreicht man mit der Paketoption `notext'. crop: CTAN: macros/latex/contrib/crop/ 6.4.3 Wie kann ich mit TeX farbigen Text setzen? Das LaTeX-Bundle `graphics' enth�lt das Paket `color', das Befehle zur Verf�gung stellt, mit denen man Textteile einf�rben, eine Box oder den Hintergrund einer Seite farbig hinterlegen kann. Dies funktioniert nat�rlich nur, wenn das Ausgabeger�t (Drucker, Bildschirm) dazu in der Lage ist und der dvi-Treiber die dazu notwendige Funktionalit�t hat, entsprechende \special-Anweisungen mit den Farbbefehlen auszuwerten. Um das Paket `color' an verschiedene Ausgabeger�te und dvi-Treiber anzupassen, mu� eine entsprechende Definitionsdatei f�r den jeweiligen Treiber vorhanden sein bzw. noch erstellt werden. Auf jedem System sollte in der Datei ``color.cfg'' eine dvi-Treiber-Definition als Default angegeben sein. Das Paket `color' l��t sich dann wie folgt verwenden: \usepackage{color} Will man in einem Dokument einen vom Standard abweichenden dvi-Treiber verwenden, so kann man den Namen der dvi-Treiber-Definition als Paket-Option angeben: \usepackage[dvips]{color} erzeugt eine dvi-Datei mit Farb-\special-Anweisungen f�r den dvi-PostScript-Treiber `dvips'. Danach kann man die entstehende dvi-Datei auch mit anderen dvi-Treibern �bersetzen bzw. ausdrucken, jedoch werden in den meisten F�llen die Farb-\special-Anweisungen nicht erkannt und mit einer Warnung ignoriert. Eine genauere Beschreibung der einzelnen Anweisungen und der vorhandenen Definitionsdateien findet man in der Anleitung `grfguide' im Paket `graphics'. graphics/color: CTAN: macros/latex/required/graphics/ 6.4.4 Bei mit `XFig' erstellten und exportierten Zeichnungen erhalte ich bei der Einbindung in LaTeX den Fehler, da� \SetFigFont nicht definiert ist. Was ist falsch? Das Programm `fig2dev', das XFig zum Wandeln und Exportieren von Fig-Bildern aufruft, hat in den Versionen vor Version 3.1pl1 einen Fehler, der dazu f�hrt, da� das Makro \SetFigFont nicht immer definiert ist. Nach einem Update des Paketes `Transfig', welches `fig2dev' enth�lt, verschwindet der Fehler. Kann man auf den Update nicht warten, bietet sich auch als Einfachstl�sung die Definition \newcommand{\SetFigFont}[3]{} in der Dokumentpr�ambel an. transfig/fig2dev: CTAN: graphics/transfig/ 6.4.5 Bei Verwendung von PiCTeX erhalte ich die Meldung `No room for a new \dimen'. Wie kann ich das vermeiden? PiCTeX verwendet sehr viele von TeXs Z�hler- und L�ngenregistern und wenn noch weitere Pakete hinzugeladen werden, die ebenso Register ben�tigen, gehen die jeweils 256 vorhandenen, von denen LaTeX bereits nicht wenige ben�tigt, aus. Die erste L�sung besteht in der Verwendung des ConTeXt-Moduls `m-pictex' von Hans Hagen, das beim Laden von PiCTeX daf�r sorgt, da� statt L�ngen- an einigen Stellen Glue-Register verwendet werden. Eine alternative L�sung besteht in der Verwendung des Paketes `pictexwd', eines von Andreas Schrell ver�nderten PiCTeX, das weniger L�ngenregister benutzt. Eine weitere L�sungsm�glichkeit besteht darin, die gr��ere Anzahl an Registern zu nutzen, die e-TeX zur Verf�gung stellt. Verwendet man LaTeX (Aufruf: elatex), mu� das Paket `etex' vor PiCTeX geladen werden, um von e-TeX zu profitieren. m-pictex.tex, m-pictex.sty: CTAN: macros/context/cont-tmf.zip pictexwd: CTAN: graphics/pictex/addon/ etex.sty ist momentan nur in teTeX und fpTeX enthalten. 6.4.6 Was kann ich tun, wenn eine Grafik im EPS-Format beim Einf�gen in ein LaTeX-Dokument Probleme bereitet? Nicht selten erzeugen Grafikprogramme beim Speichern der Ergebnisse im PostScript-Code keine oder eine fehlerhafte Boundingbox-Kommentarzeile. Diese Angabe ist jedoch beim Einf�gen der Grafik in ein LaTeX-Dokument unbedingt erforderlich, da sonst der ben�tigte Platz nicht korrekt berechnet werden kann. Der im folgenden testweise eingef�gte Rahmen zeigt die Gr��e der Boundingbox in Relation zur Grafik: \usepackage{graphicx} % ... \begin{figure} \setlength{\fboxsep}{-\fboxrule}\fbox{\includegraphics{dateiname}} \end{figure} Ist die Boundingbox-Zeile fehlerhaft, kann folgenderma�en vorgegangen werden: Manuelle Korrektur: Man lade die EPS-Datei in einen PostScript-Viewer und notiere sich die Koordinaten der linken unteren (ll,lr) und der rechten oberen (ul,ur) Ecke des interessierenden Teils der Grafik, wobei die Ma�einheit bp (big points) verwendet werden mu�. Diese Werte f�ge man mit Hilfe eines ASCII-Editors im Anschlu� an die Zeile ``%!PS-Adobe ...'' am Anfang der EPS-Datei hinzu bzw. korrigiere die vorhandene Angabe entsprechend: %%BoundingBox: ll lr ul ur Statt des Eintrags in die EPS-Datei k�nnen die Werte auch als optionale Parameter der `\includegraphics'-Anweisung angegeben werden: \includegraphics[bb= ll lr ul ur]{dateiname} Automatische Korrektur: Man verwende das Programm `epstool' in der folgenden Weise: epstool -b -c -oausgabedatei.eps eingabedatei.eps In der Datei ``eingabedatei.eps'' befinde sich die fehlerhafte Grafik, danach enth�lt ``ausgabedatei.eps'' die korrigierte Grafik. `epstool' erfordert die vorherige Installation des PostScript-Interpreters `Ghostscript'. Alternativ dazu kann versucht werden, das Problem unter Verwendung des Programms `epstopdf' zu l�sen: epstopdf --nogs --outfile=ausgabedatei.eps eingabedatei.eps Liegt die Grafik in Form einer einseitigen PostScript-Datei vor, kann man mit Hilfe des Programms `ps2eps' versuchen, diese in eine EPS-Datei mit korrekter BoundingBox-Angabe umzuwandeln: ps2eps eingabedatei.ps `ps2eps' erfordert ebenfalls das Programm `Ghostscript' sowie `perl'. Sollte trotz korrekter Angabe der BoundingBox ein ung�nstiges Ergebnis entstehen, kann es daran liegen, da� die EPS-Datei f�lschlicherweise PostScript-Anweisungen enth�lt, die auch den Bereich au�erhalb der BoundingBox ver�ndern. Mit der Option [clip] der Anweisung `\includegraphics' wird die Ausgabe auf den Bereich der BoundingBox beschr�nkt. epstool/gsview: ftp://support/ghostscript/ghostgum/ epstopdf: http://www.tug.org/applications/pdftex/ ps2eps: CTAN: support/ps2eps/ Ghostscript (GPL): CTAN: support/ghostscript/gnu/ Ghostscript (AFPL): CTAN: nonfree/support/ghostscript/aladdin/ 6.4.7 Warum werden Pixelgrafiken in pdf-Dateien, die ich mit pdfTeX erzeugt habe, verzerrt oder mit falschen Farben dargestellt? Vermutlich ist die Ursache die veraltete fehlerhafte pdfTeX-Version 0.13d. Abhilfe schafft die Verwendung einer aktuellen Version (z.B. 0.14f oder neuer). Bei dieser Gelegenheit empfiehlt es sich, die im Zusammenhang mit dem LaTeX-Paket `graphicx' wichtige Datei ``pdftex.def'' und das LaTeX-Paket `hyperref' ebenfalls zu erneuern. pdftex.def: http://www.tug.org/applications/pdftex/ ~: CTAN: macros/latex/required/graphics hyperref: CTAN: macros/latex/contrib/hyperref/ ~: http://www.tug.org/applications/hyperref/ 6.4.8 Wie kann ich unter Windows Bilder, Grafiken etc. mit LaTeX verwenden? Um Bilder u.�. aus Windows-Programmen in LaTeX einzubinden, sollte man diese im EPS-Format in eine Datei drucken. Da es mit den EPS-Dateien, die die Standard-EPS-Druckertreiber unter Windows erzeugen, immer wieder zu Problemen kommt, sollte man stattdessen die PostScript-Druckertreiber von Adobe installieren (siehe Frage 11.3.6). Damit die EPS-Datei nun problemlos und korrekt unter LaTeX mit der Anweisung \includegraphics eingebunden werden kann, ist die Bounding-Box-Angabe in der Datei zu bestimmen und eventuell zu korrigieren (siehe Frage 6.4.6). 6.4.9 Woher kann ich eine Dokumentation zum (La)TeX-Paket `pictex' bekommen? Leider ist die Originaldokumentation nur k�uflich von der Firma ``Personal TeX, Inc.'' zu erhalten. Ersatzweise kann man die frei verf�gbare Dokumentation zu dem Programm `mathspic' verwenden. `mathspic' ist ein unter DOS/Windows verwendbares Filterprogramm zum vereinfachten Erstellen von PiCTeX-Grafiken. Personal TeX, Inc.: http://www.pctex.com mathspic: CTAN: graphics/pictex/mathspic/mpicm21.pdf --- DE-TeX-FAQ Ende Teil 6 ---